Prüfwerkzeuge für Schmuck

Zuverlässige Prüfsäuren für Gold, Silber und Platin, präzise Diamant-Testgeräte und hochwertige Lupen für detailgenaue Arbeit – alles, was Sie für professionelle Prüfungen und feines Handwerk brauchen.

So wird getestet:

Auf eine Goldmünze zu beißen, um ihre Echtheit zu prüfen, ist keine gute Idee. Zwar ist Gold ein vergleichsweise weiches Metall, doch bei Münzen oder Eheringen werden Goldlegierungen verwendet, die hart genug sind, um sich dem Biss zu widersetzen. Mit dem Beisstest riskiert man also höchstens die eigenen Zähne – eine verlässliche Methode ist es nicht.

Die klassische Methode zur Echtheitsprüfung von Gold geht auf Archimedes von Syrakus zurück. Dabei wird das spezifische Gewicht eines Goldstücks bestimmt. Dazu wiegt man das Stück und misst gleichzeitig sein Volumen – zum Beispiel durch die Verdrängung von Wasser. Das Goldstück wird in ein randvoll gefülltes Gefäß getaucht, und die übergelaufene Wassermenge wird gesammelt und gemessen. So lässt sich das Volumen genau bestimmen.

Ein Problem dabei: Wolfram lässt sich nur schwer von Gold unterscheiden. Reines Gold (99,9 %) hat eine Dichte von 19,3 g/cm³. Bei 90 % Reinheit sinkt sie auf 17,5 g/cm³ und bei 75 % – je nach Legierung – auf 15,1 bis 15,8 g/cm³. Weichen die Messwerte deutlich davon ab, handelt es sich eindeutig um eine Fälschung. Aber selbst wenn die Dichtewerte passen, ist das noch kein hundertprozentiger Beweis für Echtheit. Goldfälscher nutzen schon lange Wolfram, das fast die gleiche Dichte wie Gold hat. Wird Wolfram in den Barren gelegt oder als Kern versteckt, lässt sich Gold auch mit der klassischen Methode von Archimedes nicht zuverlässig prüfen.

Wo viel Wert ist, da wird viel gefälscht – deshalb prüfen Sie

In den letzten Jahren ist eine Vielzahl besonders professionell gefälschter Gold- und Silberwaren aufgetaucht. Die Palette reicht vom Fall gefälschter 300 g-Barren bei einem renommierten Händler in New York bis hin zum Versuch, nahezu perfekte 1-Unzen-Anlagemünzen an deutsche Händler zu verkaufen.

Ebenso häufig ist unechter Schmuck im Umlauf – unter anderem bekannt als das sogenannte „Autobahngold“. Bei Silber wird oft mit Blei oder Blei-Zinn-Legierungen „gestreckt“. Leider kommen die Betrüger meist ungeschoren davon. In einigen Fällen konnten die Täter aber dank zerstörungsfreier Prüfmethoden dingfest gemacht werden und Schaden von potenziellen Käufern abgewendet werden.

Auch Sie können durch einfache Prüfverfahren mehr Sicherheit beim Edelmetallhandel gewinnen. Der Prüfsäure-Test ist die klassische und preiswerteste Methode, um den Goldanteil in Schmuck und Goldwaren zuverlässig festzustellen.