Die Goldschmiedesäge ist eines der wichtigsten Handwerkzeuge für präzise Schmuckarbeit. Mit dem richtigen Sägebogen und passenden Sägeblättern lassen sich Blech, Draht, Konturen und Innenausschnitte sauber trennen.
Der Sägebogen
Der Sägebogen hält das feine Sägeblatt auf Spannung. Entscheidend sind ein stabiler Rahmen, gut funktionierende Spannschrauben und ein Griff, mit dem du kontrolliert arbeiten kannst.
Welche Sägeblattgrösse?
Die Blattgrösse wird an Materialstärke und gewünschte Schnittfeinheit angepasst. Ein zu grobes Blatt kann dünnes Material verhaken, ein zu feines Blatt arbeitet unnötig langsam und kann leichter überlastet werden.
Als Grundprinzip sollten mehrere Zähne gleichzeitig im Material arbeiten. Bei sehr dünnem Blech brauchst du deshalb ein feineres Blatt als bei dickerem Material.
Sägeblatt richtig einspannen
Die Zähne zeigen beim klassischen Goldschmiedesägen nach unten in Richtung Griff. Das Blatt wird straff gespannt und sollte beim Anzupfen einen klaren, hohen Ton erzeugen.
Warum Sägeblätter brechen
- Blatt zu locker oder zu stark gespannt,
- Werkstück wird während des Schnitts verdreht,
- zu viel Druck nach vorne,
- Säge wird seitlich verkantet,
- Blattgrösse passt nicht zur Materialstärke.
Richtig sägen
Die Säge arbeitet über gleichmässige Auf- und Abbewegung. Druck nach vorne sollte gering sein – das Blatt soll schneiden, nicht durch das Metall gedrückt werden.
Innenausschnitte
Für geschlossene Ausschnitte wird zunächst ein Loch gebohrt. Danach wird das Sägeblatt durch das Loch geführt und erneut im Bogen eingespannt.
Sägeblätter schmieren?
Je nach Material und Arbeitsweise kann geeignetes Sägeblattwachs oder Schmiermittel Reibung reduzieren. Verwende Produkte, die für Goldschmiedesägen vorgesehen sind.
Passende Sägen und Schneidwerkzeuge findest du unter Goldschmiedesägen & Schmucksägen.
Sägebogen & Sägeblätter
Die richtige Kombination aus Rahmen, Blatt und Technik macht den grössten Unterschied.